Libadi Stoffbinden – alles aus einer Hand :)

6. April 2015 um 12:13 pm | Veröffentlicht in einfach nur so, im Shop, Linktipps für meine Leser, Stoffbinden LiBaDi | Hinterlasse einen Kommentar

Als Kleinunternehmerin unterwegs zu sein heißt ebenso wie bei den „echten“ Selbstständigen: Selbst und ständig zu arbeiten 🙂

So auch beim neuen Produkt im Stettnerwebshop, den Libadi Stoffbinden.

Am Anfag war die Idee.

Als ich überhaupt mal REALISIERT hatte, dass Stoffbinden DIE Lösung schlechthin sind, begab ich mich auf die Suche. In England, Amerika, Australien, überall gab es wundervolle Stoffbinden aller Art, Farben und Formen. Und in Deutschland? Oh, da sah es schlecht aus. Zwar fand ich eine einzige Anbieterin, diese arbeitet jedoch hauptsächlich mit Bio-Produkten, entsprechend hoch sind die Preise. Außerdem gibt es keine Nässeschutzschicht in den Binden und: sie sind einfarbig.

Nun… da musste etwas her! Eine Marktlücke musste geschlossen werden!

Und ich begann zu tüfteln. Informierte mich über Materialien, Beschaffenheit, Waschbarkeit, Bezugsquellen, Größen, Formen, Ansprüche, Preise, Wünsche, Möglichkeiten. Ich rechnete und schnipselte und nähte und zeichnete. Und probierte aus. Wusch, probierte erneut. Warf weg, was nicht zu brauchen war und verbesserte kontinuierlich.

Es entstand: libadi-erstes-logo-entwurf-logo-logo und weil so viel von mir selber drin steckt, steht die Abkürzung ganz einfach für Lisa Bachhuber Dietfurt.

Und wie ist das heute? Wie entsteht so eine Stoffbinde?

Zuerst brauchen wir eine Rückenschicht. Diese besteht aus wasserabweisendem aber luftdurchlässigen Fleece. In Form schneiden, je nach Größe. Als nächstes benötigen wir (außer bei den Slipeinlagen und Tanga-Libadis) eine PUL-Schicht. (Diese ist atmungsaktiv und dennoch wasserdicht, sie muss also richtig herum in die Stoffbinde eingenäht werden 😉 ) Als nächstes braucht es zwischen 0 und vier Schichten (größenabhängig) Saugkern, dieser besteht aus Bambus-Baumwoll-Fleece. Libadi soll so natürlich wie möglich bleiben.

Zu guter Letzt die Top-Schicht. Bestehend aus bunter Baumwolle oder Flanell, neuerdings gibt es auch Bio-Baumwolle als Oberschicht, denn die Nachfrage war groß… ich bemühe mich! 🙂

Die Schichten werden nach einem bestimmten System zusammengenäht – dies ist nötig, damit die Stoffbinde am Ende auch wirklich funktioniert, also saugt wo sie saugen soll und dicht ist, wo sie dicht sein soll.

Im Anschluss wird die komplette Binde „gestürzt“, also „auf rechts gedreht“ und ein zweites Mal rundum mit einem sogenannten Top-Stitch (quasi schöne Obernaht) vernäht.  (Es gibt auch sehr viele andere Slipeinlagen aus Stoff, die nur einmalig mit einer Overlockmaschine umnäht wurden. Dies erspart nicht nur einen kompletten Arbeitsschritt, die Naht ist auch wesentlich „franseliger“, nach wenigen Wäschen sehen die Binden nicht mehr so schön aus und das ganze Produkt wirkt irgendwie…. „billig“.

Fertig? Fast. Nun kommen noch drei Kam-Snaps an die Flügel. Drei deshalb, weil dadurch die Libadi serienmäßig in zwei verschiedenen Breiten geschlossen werden kann. Dieses „extra“ kostet auch keinen Aufpreis.

Nun muss das fertige Stück nur noch bei gutem Licht (und das ist manchmal sehr schwierig) fotografiert werden und wird anschließend als Einzelstück oder Teil eines Sets in den Stettnerwebshop eingestellt, wo alle Kunden Zugriff haben 😉

Besondere Libadis werden auf der Startseite von Libadi.de vorgestellt, damit man die Schönheiten auf einen Blick hat.

Nachdem eine oder mehrere Binden bestellt wurden, (zum Glück gibt es wenigstens in diesem Bereich eine technische Unterstützung seitens des Shop-Systems) und die Bezahlung für die Order eingegangen ist, werden die Libadis noch zusammengepackt, mit Waschanleitung, Visitenkarte und Größenübersicht zusammen eingetütet und machen sich auf den Weg zur Kundin.

Alles in allem? Eine sehr zeitraubende, aber durchaus schöne, weil sinnvolle Arbeit. Stoffbinden sind die Zukunft der Frau, nichts ist angenehmer, umweltfreundlicher, kostengünstiger und schöner für die Tage der Frau.

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