der elfte November…

11. November 2008 um 18:01 pm | Veröffentlicht in einfach nur so | 2 Kommentare

… ist für mich seit vielen Jahren schlicht und ergreifend ein Sch***-Tag.  Der November beginnt, an mir zu kratzen und zu krallen. Ich bin nervös, gereizt. Heute außerdem unausgeschlafen, was bei mir nicht oft vorkommt, aber seit heute früh um 2°° Uhr bin ich praktisch wach. (Doofe Zeit)

Um 11.11 Uhr beginnt ja der Fasching, und wir sind ja ein Ort, der den Fasching durchaus ziemlich arg zelebriert. Und dann dieses Sank-Martins-Gefeiere. Mein Männlein, die gute sozial engagierte Seele, spielt ihn auch heuer wieder für den Kindergarten. Das bedeutet Textchen lernen, zur Probe rennen, Wechselgeld anschleppen und wieder wegschleppen (wer die Vaterglucke kennt, weiß, dass dies alles mit einem hohen Aktivitätsaufkommen verbunden ist.). Das Kindergartenkind freut sich schon den ganzen Tag (und auch seit Wochen), es singt lautstark (lauter als richtig jedenfalls) die Martinslieder. Rauf und runter und meine Ohren bluten bald…. *gnarf*. Der Mittlere war heute erstmalig in der Hausaufgabenbetreuung, von der er erzählt (und er hat auch viel von seinem Vater, was Aktivität und Action aufbauen anbelangt). Der Große will die Speicherkarte von der Digicam leergemacht haben. Weil er will filmen. Nicht den kleinen Martinszug, sondern abends die Faschingseröffnung. Denn da spielt auch die Musik und mein Mittlerer darf zum ersten Mal mitmarschieren, mit der Trommel. Chinesisch gewandet, selbstverständlich.

(Die Martinskinderväter und -mütter können bei uns nach dem Zug immer acht bis zwei Glühwein trinken und sind anschließend genau in der richtigen Stimmung für den Fasching….)

Jaaaaa, wer das mag, der soll dabei sein. Ich mag nicht. Ich möchte mich heute sehr novemberlich verstecken, verkriechen, nix hören, nix sehen. Was natürlich nicht geht und was ich auch gar nicht verlange, aber : trotzdem…

Ich bin das achte Jahr eine Kindergarten-Mutter. Ich bin froh, (SO FROH) dass es heuer das letzte Mal ist.

Werde ich nächstes Jahr hierher zurückblättern? Mich wehmütig erinnern? „Hach war das immer schöööön…!“, ein Tränchen verdrücken? Oder gar neugierig in die Stadt laufen und mir das Ganze mal *von außen* betrachten??? Vielleicht gehe ich auch abends zur Faschingseröffnung. Nächstes Jahr. Wer weiß.

Heute jedenfalls freue ich mich auf den Sankt Martin im Jahr 2009 ;). Ich stelle mir vor, dass es ein ruhiger Tag sein wird, und so um halb fünf werde ich eventuell aus meinen neuen Fenstern schauen und mich wundern, warum so viele Leute auf der Straße sind. Und dann werde ich sagen: „Ach!!! Martin…!“ Und sanft lächelnd mit einer Kanne Tee aufs Sofa sinken. Vielleicht.

Grüße aus dreißig Zentimeter überm Depri-Boden

Martins Gans…   😉

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